Welterbe

Ich hab mir überlegt, einmal was zum Thema UNESCO-Welterbe zu schreiben, da ich bei meiner Recherche immer mal wieder über das Thema stolpere und mich daher kürzlich ein bisschen damit befasst habe.
Weltweit gibt es mehr als 900 Natur- und Kulturstätten, die sich UNESCO Welterbe nennen dürfen. Davon befinden sich 38 in Deutschland.
(hier eine Liste der deutschen Welterbestätten)

Als Welterbe bezeichnet man laut UNESCO:

Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft

In den vergangenen Jahren habe ich  11 mehr oder weniger bewusst besucht.

Ich war mir zum Beispiel nie bewusst, dass das Wattenmeer tatsächlich als Welterbe gilt. Oder gar die Residenz in Würzburg, wo ich ja immerhin 6 Monate gewohnt hab und eigentlich fast täglich daran vorbei gefahren bin.

Ehrlich gesagt muss ich auch gestehen, dass ich lange Zeit davon ausgegangen bin, dass Stätten, die den Titel UNESCO-Welterbe tragen, besonders spektakulär sind. Erst als ich mit meinen Eltern vor 2 Jahren das Kloster Lorsch besucht habe, ist mir bewusst geworden, dass diese Annahme falsch ist. Vom Kloster Lorsch war ich ziemlich enttäuscht.

Zum Kloster: Das Kloster wurde 764 erstmals erwähnt und war im 8. Jahrhundert eines der wichtigsten Reichsklöster.  Die Klosteranlagen aus karolingischer Zeit  verfügten über Grundbesitz von der Nordsee bis zu den Alpen. 1621 wurde das Kloster abgebrannt, zurück blieben nur  die Torhalle (Teil der romanischen Kirche) und ein paar unbedeutsame Reste des mittelalterlichen Klosters. Wenn man mit großen Erwartungen kommt, ziemlich ernüchternd.

Kloster Lorsch

Kloster Lorsch. Bild: Armin Kübelbeck

Auf der anderen Seite gab es auch sehr positive Erfahrungen: die Zeche Zollverein war ein absolutes Highlight und kann ich nur jedem empfehlen.

Die Zeche war ein Steinkohlebergwerk, das von 1847 bis 1986 aktiv war. In den 30er Jahren galt der modernisierte Schacht XII als Wunderwerk der Technik. In Spitzenzeiten  wurden hier täglich 13.000 t  verwertbare Kohle gefördert und 5000 Bergleute in der Zeche  beschäftigt.

Zeche Zollverein

Zeche Zollverein. Bild: Iris Scherer

Umso gespannter bin ich auf die 3 kommenden Welterbestätten, die mir auf der Ost-Runde begegnen werden:

Wie auch immer das Urteil ausfallen mag, grundsätzlich finde ich es toll, dass man solche besonderen Orte, Werke und Landschaften schützt.
Und toll finde ich auch das Modellprojekt der Deutschen UNESCO Kommission gemeinsam mit Kärcher. Zusammen wurde ein Projekt zur Reinigung der Welterbestätten gestartet.
Mit professionellen Methoden will der Reinigungsgerätehersteller die deutschen UNESCO Welterbestätten denkmalgerecht und kostenlos reinigen.

Wer mehr darüber wissen will, kann sich entweder direkt bei Kärcher oder bei der UNESCO weiter informieren.

Am Ende der Ost-Runde stehen damit 14/ 38 UNESCO Welterbestätten auf meiner „erledigt“-Liste. Und wenn ich Glück hab, kommt vielleicht automatisch ein Weiteres hinzu:
Deutsches Brot soll UNESCO Weltkulturerbe werden 🙂

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