Mehr als Meer

Mit meiner Reiseplanung bin ich im Norden angekommen. Am Meer. In Stralsund. Am Tor zur Insel Rügen.
Eigentlich hatte ich gehofft, auf den Kilometern entlang der Ostsee noch die ein oder andere außergewöhnliche Sehenswürdigkeit anzutreffen. Aber das gestaltet sich als äußerst schwierig. Der Norden schmückt sich vorwiegend mit Leuchttürmen, Inseln und maritimen Museen. Es geht mehr ums Meer.

Leider wird die Zeit nicht reichen, die Inseln entlang der Ostseeküste anzuschauen. Wobei ich gerade hier dann doch noch etwas Kurioses entdeckt habe: auf den Ostseeinseln scheint man ein Faible für „Häuser auf dem Kopf“ zu haben.
Denn sowohl auf Rügen als auch auf Usedom wurde ein solches Exemplar gebaut.
Das“Haus-Kopf-über“ steht in Putbus auf Rügen und wurde im Juli 2010 eröffnet. Das Gebäude ist 12 Meter lang, 10 Meter breit, 12 Meter hoch und der Bau hat mehr als 300.000 Euro gekostet. Das Haus ist innen vollständig eingerichtet. Es ist zwar nicht bewohnbar, aber für Besucher offen.

Und dann gibt es da noch das „Weltstehtkopf„-Haus. Dieses Gebäude findet man in Trassenheide auf der Insel Usedom. Es wurde bereits 2008 fertiggestellt und war laut eigenen Aussagen das erste auf dem Kopf stehende Haus in Deutschland.
Allein von außen sind die Häuser auf dem Kopf ein tolles Fotomotiv. Und wer eintritt darf sich auf ein außergewöhnliches Erlebnis gefasst machen: die Häuser sind jeweils schief gebaut. Durch ein Gefälle wird das Gleichgewicht irritiert und der Gang über die eigentlich waagerecht installierten Treppen wird zum Abenteuer.

Über Kopf Haus Olaf Meister

„Haus-Kopf-über“ in Putbus. Bild: Olaf Meister

 Statt auf Kuriositäten konzentriere ich mich bei meinem Besuch im Norden also auf die wunderschönen Städte, z.B. Stralsund.

Stralsund hat knapp 58.000 Einwohner und verfügt über eine Altstadt die vor allem durch den Reichtum an historischer Baustubstanz bestechen soll. Überall innerhalb der Stadtmauern findet man wohl Spuren der Backsteingotik: in den Pfarrkirchen, dem Rathaus und den Klöstern.
Neben der Altstadt (die übrigens zusammen mit der Altstadt von Wismar 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde) lohnt sich sicherlich ein Blick auf das bekannte Segelschulschiff aus dem Jahre 1933 – die Gorch Fock (I).

Gorch Fock. Bild: Dr. Karl-Heinz Hochhaus

Gorch Fock. Bild: Dr. Karl-Heinz Hochhaus

Und falls es regnet und noch ein bißchen Zeit übrig ist, steht ein Gang in die Spielkartenfabrik auf dem Plan. Deren Ursprünge reichen in das Jahr 1765 zurück. Mal sehen was ich rund um das Thema Spielkartenherstellung dort lernen kann. Auf jeden Fall hab ich mir vorgenommen, die Fabrik zu unterstützen und dabei jemand eine Freude zu machen. Mein Dad, der Hobby-Imker bekommt als Souvenir eine Ausgabe von Humbie: das Hummel- und Bienenmemory.

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